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Hier finden Sie Erfahrungen und Gedanken unserer Mentoren* aus ihrer täglichen Praxis. Weitere Tipps erhalten Sie auch als Follower unserer >> LINKEDIN-Seite
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29.01.2026 · Bernadette Arnoldner
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MENTORING neu: Ein Experten*Team begleitet Sie -
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Wird 2026 das Jahr der Künstlichen Intelligenz? -
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03.11.2025 · Michael Müller
Startschuss für das MENTOR*NETZ*WERK
Was ist wichtiger: Expertise oder Persönlichkeit?

Bernadette Arnoldner
Kürzlich hat mich eine Kandidatin gefragt, wie wichtig Expertise und wie wichtig Persönlichkeit ist – wenn es um die Entscheidung für ein Top-Management-Profil geht. Eine Frage, die ich im Executive Search regelmäßig höre und eine, die viel tiefer geht, als man auf den ersten Blick glaubt.
Expertise ist zweifellos die Eintrittskarte.
Fachliches Know-how, Erfahrung, ein belastbarer Track Record – all das entscheidet darüber, ob jemand in einen Prozess kommt. Doch eines wird immer klarer: Expertise kann man lernen. Sie lässt sich entwickeln, vertiefen, erweitern.
Was man jedoch nicht so einfach „nachlernen“ kann, ist Empathie – die Fähigkeit, Menschen zu verstehen, Räume zu öffnen, Stimmung zu lesen, Vertrauen aufzubauen und seine eigene Authentizität in dem jeweiligen Umfeld zu leben. Sie ist tief im Menschen verankert und entscheidet, wie jemand führt, kommuniziert und Kultur prägt.
Expertise bringt Menschen in den Prozess, Persönlichkeit bringt sie ans Ziel - dies belegen Studien wissenschaftlich:
- Studien zeigen, dass Hiring Manager Persönlichkeitseigenschaften wie Empathie, emotionale Stabilität und Gewissenhaftigkeit höher bewerten, als reine mentale Fähigkeiten oder Intelligenz: „Personality traits were valued more highly than cognitive ability in hiring decisions.“
- Für Führungspositionen wird dieser Zusammenhang noch deutlicher. Eine weitere Studie kommen zu dem Schluss, dass bei Leader Selection vor allem Persönlichkeit den Ausschlag gibt: „Personality played a dominant role in leader selection decisions.“
- Eine umfassenden Meta-Analyse zur Job-Performance zeigt, dass Persönlichkeit – insbesondere Gewissenhaftigkeit, emotionale Stabilität und Verträglichkeit/Empathie – zuverlässig beruflichen Erfolg vorhersagt: „Personality shows consistent validity as a predictor of job performance across roles and industries.“
Denn ein Unternehmen stellt kein Kompetenzprofil ein, es stellt einen Menschen ein. Jemanden, der Teams mitnimmt, Reife zeigt, Kultur stärkt und Vertrauen in komplexen Situationen schafft.
Algorithmen, Daten und KI helfen uns, Kompetenz sichtbar zu machen – aber sie erkennen keine Haltung. Keine Empathie. Kein Leadership-Verhalten. Genau dort entsteht der Unterschied zwischen gut und herausragend.
Expertise öffnet die Tür. Empathie entscheidet, ob sie offen bleibt und der PerfectMatch entsteht genau dort, wo beides in Einklang mit der Unternehmenskultur zusammenkommt.
Und je länger ich in diesem Beruf arbeite, desto deutlicher wird: ExecutiveSearch ist – gerade in einer KI-Welt – ein zutiefst menschliches Geschäft.